4. Schritt

Monitoring von Energieverbräuchen

Messung, Auswertung und Optimierung

Die Bergische Universität Wuppertal unterstützt das dena-Modellvorhaben im Rahmen eines Forschungsvorhabens und misst und wertet die Energieverbräuche der Teilnehmer aus. Logo: Bergische Universität Wuppertal Foto: Bergische Universität Wuppertal

Das Monitoring dient neben der Auswertung, was die Sanierungsmaßnahmen tatsächlich an Einsparung bewirkt haben, der Identifizierung von weiterem Energieeinsparpotenzial. Dies wird die Bergische Universität Wuppertal in Zusammenarbeit mit der dena durchführen. Die Datenübertragung und Auswertung ist für die Teilnehmer kostenfrei. Die Teilnehmer stellen die mbus-fähigen Zähler (Stromzähler, Wärmemengenzähler). Welche Energieflüsse gemessen werden, hängt von den Gegebenheiten in den einzelnen Hotels/Herbergen ab. Das Monitoring soll innerhalb des Modellvorhabens für 3 Jahre nach Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

  • Der Energieberater erstellt einen Messplan über vorhandene Zähler und gibt Empfehlungen für weitere Zähler (innerhalb der Energieberatung). Grundsätzlich ist es sinnvoll neben dem gesamten Energieverbrauch auch die relevanten Energieverbräuche der verschiedenen Nutzungen getrennt nach Wärme und Strom zu erfassen und somit deren Einfluss zu bewerten.
  • Daraufhin erfolgt eine Beratung durch die dena / Bergische Universität Wuppertal zum Messkonzept und der Empfehlung für Messstellen.

  • Der Bauherr übernimmt den Einkauf und Einbau neuer Zähler bzw. die Nachrüstung vorhandener Zähler mit einem M-Bus-System.
  • Die Uni stellt das Messwerterfassungssystem und den Einbau des Weblogs. Die Messwerte werden automatisch an die Uni zur Auswertung übersendet.
  • Die Uni wertet die Daten aus und gibt Rückmeldungen zu weiteren Einsparpotenzialen (jährlicher Energiebericht).
  • Ein Werkzeug (Excel-Tool) zur Auswertung der Messwerte wird im Nachgang für den Teilnehmer zur Verfügung gestellt.

Sanierungsmaßnahmen sorgen nicht nur für einen geringeren Energieverbrauch und geringere Energiekosten, sondern auch für ein besseres Raumklima. Während der Energieverbrauch vor und nach einer Sanierung fast immer verglichen wird, gibt es meist keine Aussagen zur Veränderung des Raumklimas. Auch die Bedienung von Heizungs- und Klimaanlagen durch die Gäste ändern sich durch die Sanierung. Daher bieten wir im Rahmen der Kooperation mit der Universität Wuppertal für die Modellvorhaben Stichprobenuntersuchungen an. Dazu werden für die teilnehmenden Hotels sogenannte "Minilogger" in der Größe von Streichholzschachteln zur Verfügung gestellt. Sie beinhalten einen Temperatur- und Luftfeuchtesensor sowie einen Datenspeicher. So können in Hotelzimmern, Empfangsbereichen, Restaurants, etc. unmerkbar die raumklimatischen Verhältnisse über einige Wochen im Winter und Sommer dokumentiert und ausgewertet werden. Bitte geben Sie uns eine Rückmeldung, wenn sie bereits für den Winter 2015/2016 an einer Messung interessiert sind. Wir setzen uns mit Ihnen umgehend in Verbindung. Die Anzahl der Geräte ist begrenzt. Daher können nicht alle Projekte ausgestattet werden.

Fachbeiträge zum Thema

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Heike Marcinek, Leiterin Immobilien und Bauforschung bei der dena, beleuchtet in der Ausgabe 5.2017 der Fachzeitschrift Hotel + Technik den Nutzen von Energiemonitoring in Hotels.

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Wie viel ihr Auto braucht und ob das viel oder wenig ist, können die meisten auf Anhieb sagen. Doch wie sieht es mit dem Energieverbrauch ihrer Immobilie aus? Lesen Sie hier den vollständigen Fachartikel, der in der Ausgabe 1.2016 von Hotel + Technik erschienen ist.

Die Schritte im Modellvorhaben