Meldung

Dank guter Beratung auf der Erfolgsspur

Im Mittelpunkt des zweiten Workshops im Modellvorhaben „Energieeffizient Handeln“ standen am 25. September der Erfahrungsaustausch unter Teilnehmern und Partnern und die Bedeutung der Energieberatung im Sanierungsprozess.

Das Netzwerk wächst: Teilnehmer und Partner des Modellvorhabens "Energieeffizient Handeln" beim zweiten Workshop in Berlin Foto: Deutsche Energie-Agentur

Ende September war es wieder soweit: Die rund 25 Teilnehmer des dena-Modellvorhabens „Energieeffizient Handeln“ kamen mit den Partnern des Projekts und Experten aus den Bereichen Beratung, Lüftung, Monitoring und Beleuchtung zum Erfahrungsaustausch in Berlin zusammen. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Förderer des Modellvorhabens und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nahmen teil. Zum Teilnehmerkreis gehören Vertreter großer Ketten wie ALDI SÜD, netto, Edeka, Globus oder toom, lokale Händler aus dem Lebensmittel-, Sanitär- oder Textilbereich, ein Shopping-Center, ein Kaufhaus, Immobilienverwalter sowie zwei Dorfläden.

Anlagentechnik im Fokus

Im ersten Teil des Workshops ging es um den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern, die sich aktuell mitten im Energieberatungsprozess befinden. Dabei wurde deutlich: Die Beratung kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass ein ganzheitlicher Sanierungsansatz verfolgt werden kann – und das sowohl in technischer als auch finanzieller Hinsicht. Bei einem Teil der Händler ist die Beratung schon  abgeschlossen und es geht bereits um die Planung der wirtschaftlich umsetzbaren Maßnahmen. Ganz oben auf der Liste der geplanten Maßnahmen stehen die Umrüstung der Beleuchtung auf LED und die Optimierung der Lüftungs- und Kältetechnik. Auch der Austausch veralteter Heizungsanlagen steht auf der Maßnahmenagenda. Hingegen plant nur ein kleiner Teil der Händler Maßnahmen im Bereich der Gebäudehülle. Hier spielt die spezifische Wirtschaftsbetrachtung im Handel eine zentrale Rolle, denn Effizienzmaßnahmen müssen sich in der Regel nach drei bis sieben Jahren rechnen. Auch die Tatsache, dass nicht alle Händler Eigentümer des Gebäudes sind, führt zu einer techniklastigen Betrachtungsweise. Wie trotz dieser Rahmenbedingungen die Gebäudehülle stärker in den Fokus gerückt werden kann, gehört zu den Herausforderungen, denen sich das Modellvorhaben stellen möchte.

Kernelemente einer guten Beratung

Der zweite Teil des Workshops stand ganz im Zeichen der Herausforderung Energieberatung. Die Teilnehmer, die zum Teil von ihren Energieberatern begleitet wurden, debattierten intensiv über die Anforderungen an eine gute Energieberatung. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Grundlage für eine gute Beratung das Vorhandensein von Gebäude- und Verbrauchsdaten ist. Ebenfalls wurde deutlich, dass eine gute Vernetzung der Berater untereinander ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, um eine ganzheitliche Beratung gewährleisten zu können. Dabei sollte der Austausch auch die vor Ort tätigen Techniker der Händler einschließen.

Mit Licht und Luft zum effizienten Einzelhandel

Zum Abschluss des Workshops stellten mehrere Experten die Potenziale verschiedener Effizienztechnologien und deren Einsatzmöglichkeiten im Handel anhand praktischer Beispiele vor: Von der Beleuchtung über das Energiemanagement und Energiemonitoring bis zu Lüftungsanlagen erhielten die Teilnehmer Einblicke in aktuelle Trends und Lösungsansätze für einen energetisch optimierten Handelsbetrieb. Ganz besonders spannend: Dank innovativer Leuchtmittel und intelligenter Steuerung kann der Einkauf zum Erlebnis werden – und das bei sinkenden Energiekosten.

Partner und Händler waren sich einig: Mehr Austausch zwischen allen am Sanierungsprozess beteiligten Akteuren ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Sanierung. In diesem Sinne planen die Teilnehmer die weitere Umsetzung  – zum Teil sollen noch in diesem Jahr erste Maßnahmen realisiert werden.

Partner des Modellvorhabens

Das Modellvorhaben wird durch die dena durchgeführt und vom BMWi aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Zusätzlich unterstützen folgende  Partner das Modellvorhaben: Handelsverband Deutschland (HDE), EHI Retail Institute, der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Hottgenroth Software, Hörburger, krumedia, Multicross, Vattenfall Europe Wärme sowie als Medienpartner die Fachzeitschrift „Der Handel“.