Gemeinsam für mehr Klimaschutz: dena und Kirchenvertreter diskutieren Lösungsstrategien für mehr Gebäudeenergieeffizienz

Gemeinsam für mehr Klimaschutz: Kirchenvertreter bei einem Workshop der dena Foto: dena

Am 12. Juli 2017 trafen sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche aus ganz Deutschland in Berlin.

Bei einem Workshop gemeinsam mit der dena und dem BMWi erörterten sie die Themen Gebäudeenergieeffizienz und Klimaschutz. Im Fokus des Treffens standen folgende Leitfragen:

  • Status quo: Wo stehen wir bei der Gebäudeenergieeffizienz?
  • Energiecontrolling: Was sagen uns aktuelle Gebäudezahlen und wo liegen Umsetzungshürden?
  • Lösungsansätze: Welche konkreten Wege geht die Kirche bereits?

Die kirchlichen Vertreter waren mit der Erwartung gekommen, mehr über die Vorhaben der dena zu erfahren und Anregungen sowie Hilfestellungen für die tägliche praktische Arbeit zu erhalten. Um gut voneinander lernen zu können, stand bei den Kirchen zudem der bereits fest verankerte Gedanke des Netzwerkens im Mittelpunkt.

Den Auftakt zum Workshop machte Oke Dethlefsen, Klimaschutzmanager der Nordkirche. Er gab mit seinem Vortrag einen Einblick in die gewachsenen kirchlichen Strukturen zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz. Sein „ungewohnter Blick nach innen“ ging insbesondere auf den aktuellen Stand der Energieberatung, kirchliche Lösungsansätze und weitergehende Konzepte ein. Er sowie weitere Teilnehmer hoben hervor, dass das Thema Finanzierung und Förderung in der Praxis oft eine große Hürde darstelle. Dieses Thema lag auch Dr. Oliver Foltin vom Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Herzen. In seinen Kernausführungen widmete er sich den „Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzmanager/innen im kirchlichen Bereich“.

Ausgangspunkt allen weiteren Handelns für Kirchen sei das Energiecontrolling, so Christian Dahm von der Initiative „Energie & Kirche“. Er betonte die grundsätzliche Notwendigkeit eines Energiemanagements und energetischer Gebäudeanalysen. Mit den entsprechenden Energiekennwerten sei es Ehrenämtlern letztendlich möglich, an der richtigen Stelle aktiv zu werden. Gerade auf die Frage, welche Hilfestellung das Ehrenamt braucht, ging Martin Spatz, Projektleiter der Klimaschutzinitiative des Bistums Hildesheim, näher ein. Zahlreiche Werkzeuge, die u. a. das Bistum Hildesheim anbietet, stünden bereits zur Verfügung und wurden verstärkt genutzt. Spatz ergänzte jedoch, dass es an einigen Stellen an dem Bewusstsein zum Handeln bzw. die Wahrnehmung für den Klimaschutz fehle. Ebenfalls als Herausforderung sah Hans-Jürgen Hörner aus dem Projektbüro „Der Grüne Hahn“ des evangelischen Kirchenkreises in Recklinghausen die Motivation neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen an. Im Kern skizzierte er dem Teilnehmerkreis das Funktionieren und die Vorteile der Umweltmanagementsysteme für Kirchen.

Christian Müller, Projektleiter bei der dena, gab den Workshopteilnehmern einführend einen Einblick in den Stand des aktuellen dena-Projekts zur Steigerung der Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden und führte durch den Tag. Im Ergebnis wurde durch den gemeinsamen Dialog deutlich, wie hoch bereits das Engagement im kirchlichen Bereich bei den Themen Klimaschutz und Energiemanagement ist. Die aufgezeigten Hürden und Hemmnisse bei der Gebäudeenergieeffizienz zeigen zudem den bestehenden Diskussionsbedarf zur Findung von Lösungsansätzen auf.

Mit einem zweiten Workshop, der noch in diesem Jahr folgen soll, möchte die dena zusammen mit dem BMWi die begonnenen Gespräche und Diskussionen fortsetzen, um weitere Ansätze für praktische Umsetzungsstrategien zu finden.