1. Schritt

Energieberatung

Hinweise, Anforderungen und Förderbedingungen

Schluss mit hohen Energiekosten. Der Weg zu mehr Energieeffizienz beginnt mit einer umfassenden Energieberatung. Foto: Fotolia

Wo stehe ich energetisch als Betrieb? Welche Potenziale sind in meiner Beherbergungsstätte vorhanden?

Den Einstieg in das Thema energetische Sanierung bildet eine Energieberatung. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen im Modellvorhaben.

Sie wählen sich Ihren Energieberater selbst aus. Für eine erfolgreiche Energieberatung sollten Sie darauf achten, einen im Hotel- und Gastgewerbe erfahrenen Energieberater auszuwählen.

  • Der DEHOGA empfiehlt „sorgfältig ausgewählte Energieprofis“ für die einzelnen Bundesländer, die Sie hier finden.
  • In der   Beraterbörse der KfW-Bankengruppe können Sie in der Beratersuch-Funktion nach verschiedenen Anforderungen und Erfahrungen auswählen (im Feld „Branche“ können Sie „Gastgewerbe“ eingeben, um detaillierter zu suchen).

Hinweis: Für eine Förderung der Energieberatung müssen die Energieberater beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gelistet sein. Gerne lassen wir die Listung Ihres Beraters für Sie prüfen. Sprechen Sie uns an.

Es ist sinnvoll mit dem Energieberater einen Werkvertrag über den zu erstellenden Sanierungsfahrplan nach den Vorgaben der dena zu schließen. Im Anhang des Vertrages sollten die Anforderungen der dena an die Energieberatung und den Sanierungsfahrplan stehen.

Ggf. ist es für Sie sinnvoll, eine ausreichend lange Frist für das Zahlungsziel der Rechnung des Energieberaters zu vereinbaren, da die Prüfung des Sanierungsfahrplans und die Bearbeitung durch das BAFA einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Förderfähig ist eine Energieberatung einschließlich einer sich ggf. anschließenden Umsetzungsbegleitung.

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form der Anteilsfinanzierung zum Netto-Beraterhonorar und wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Förderfähig sind nur Ausgaben, die sich unmittelbar auf die beantragte Beratungsleistung beziehen und die nachgewiesen werden können. Der nicht durch die Zuwendung geförderte Teil der Beratungskosten sowie die Mehrwertsteuer sind als Eigenanteil durch das Unternehmen selbst zu finanzieren.

Die Förderung nach der Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für dieselbe Maßnahme aus. Ausgeschlossen ist eine Förderung zudem für Tatbestände, die einer gesetzlichen Pflicht unterliegen. Sollte z.B. im Rahmen der Energieberatung die Erstellung eines verpflichtenden Energieausweises erfolgen, sind die dafür anfallenden Kosten von den förderfähigen Beratungskosten abzuziehen.

Eine wesentliche Grundvoraussetzung der Förderung der Umsetzungsbegleitung ist die Umsetzung mindestens eines im Beratungsbericht aufgeführten Maßnahmenvorschlags. Die Umsetzungsbegleitung umfasst Hilfestellungen, die von der Ausschreibung und der Begleitung der Ausführung bis zur Abnahme der durchgeführten Effizienzmaßnahme reichen können. Die Leistungen wie Ausschreibungen, Aufsicht der Durchführung und Abnahme von Bau- und Installationsmaßnahmen sind separat zu dokumentieren.

Die Zuwendung  beträgt 80 % der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8.000 Euro.

Die Förderung der Energieberatung erfolgt ausschließlich im Rahmen einer „De-minimis“-Beihilfe nach der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU auf „De-minimis“-Beihilfen (ABl. L 352 vom 24.12.2013 S. 1) sowie deren Nachfolgeregelungen.

Nach „De-minimis“ darf die Gesamtsumme der Fördermittel aus diesem und anderen Förderprogrammen, die das begünstigte Unternehmen in dem betreffenden Steuerjahr sowie in den zwei vorausgegangenen Steuerjahren erhalten hat, nicht mehr als 200.000 Euro betragen. Sollte sich der Fall ergeben, dass durch die Gewährung einer Förderung im Rahmen dieses Programms ein Unternehmen mehr als 200.000 Euro an Fördermitteln in den letzten drei Jahren erhalten würde, kann keine Förderung ausgezahlt werden. Es kann in diesem Fall auch keine anteilige Förderung bis zu 200.000 Euro ausgezahlt werden.

Formular De-Minimis-Erklärung

Für eine Förderung der Energieberatung müssen die Energieberater beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gelistet sein.

Im Modellvorhaben werden Mindestanforderungen an die Durchführung der Beratung und an den Inhalt des Sanierungsfahrplans gestellt.  Eine ausführliche Beschreibung der Anforderungen finden Sie hier.

Bitte weisen Sie den Energieberater darauf hin, dass die Erfüllung der  Anforderungen Voraussetzung für eine Förderung ist und legen Sie dies vertraglich mit ihm fest.

  1. Nach Erstellung des Sanierungsfahrplans übermitteln Sie uns diesen einschließlich der geforderten Unterlagen (s. Anforderungen Sanierungsfahrplan).
  2. Wir prüfen den Sanierungsfahrplan. Ist dieser vollständig und plausibel, übersenden wir Ihnen einen Antrag für die Förderung und eine De-Minimis-Erklärung, die Sie ausgefüllt an uns zurücksenden, zusammen mit der Rechnung des Energieberaters.
  3. Wir bestätigen auf dem Antrag die Förderfähigkeit des Sanierungsfahrplans und reichen die 3 Unterlagen beim BAFA für Sie ein.
  4. Das BAFA überweist den Förderbetrag.

Formular Deminimis-Erklärung

Sollte Ihr Energieberater fachliche Fragen zur Erstellung des Sanierungsfahrplanes haben, kann ein Coach der dena kostenfrei beratend hinzugezogen werden. Ebenfalls vermitteln wir auch bei Fragen zur Förderungen der KfW einen Kontakt zu einem Fachexperten.

Die weiteren Schritte im Modellvorhaben