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Länderprofil Äthiopien. (PDF)

ERSCHEINUNGSDATUM: 08/2014
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Der Energiesektor Äthiopiens ist im internationalen Vergleich noch als eher rückständig zu bezeichnen. Etwa 93 Prozent des Primärenergieverbrauchs werden nach wie vor durch Biomasse gedeckt. Zudem haben nur knapp 18 Prozent der Bevölkerung einen Zugang zu Elektrizität. In den ländlichen Regionen, wo mehr als 80 Prozent der Menschen leben, sind es lediglich geschätzte 4,6 Prozent.

Bei der Stromerzeugung dominiert in Äthiopien die Wasserkraft. Über 90 Prozent der erzeugten Elektrizität stammt aus großen Wasserkraftwerken, die bisher ausschließlich von einem staatlichen Unternehmen betrieben werden. Allerdings wurde Ende 2013 ein Gesetz verabschiedet, das den äthiopischen Strommarkt für private Akteure aus dem In- und Ausland weitestgehend öffnete.

Im Fokus der staatlichen Energiepolitik werden auch in Zukunft große Wasserkraftwerke stehen. Dadurch möchte sich Äthiopien zu einem regionalen Stromexporteur entwickeln. Hierfür wird im Inland sowie grenzüberschreitend das Stromnetz ausgebaut.

Daneben sehen die Pläne der Regierung den Ausbau der Geothermie oder auch der Windkraft vor. Auch die Nutzung der Bioenergie soll in den Bereichen flüssige Biokraftstoffe und Biogasanlagen im privaten  Bereich weiter ausgebaut werden. Die Solarenergie wird trotz eines guten natürlichen Potenzials bisher kaum genutzt. Allerdings räumt inzwischen die äthiopische Regierung der Photovoltaik zum Zweck der ländlichen Elektrifizierung einen deutlich höheren Stellenwert ein.

Generell lässt der gewünschte Ausbau der erneuerbaren Energien sicherlich dadurch auf sich warten, da bisher noch kein effektives Förderinstrument existiert. Über die Einführung eines Einspeisetarifs wurde in der Vergangenheit oft diskutiert, bislang wurde aber noch keine Entscheidung getroffen.

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